Mit IrfanView können Bilder aus einem Verzeichnis verkleinert, mit div. Spezial-Optionen (Rahmen/©Hinweis) versehen und per Batchlauf bearbeitet werden.
Das selbst gemachte Foto auf Fotopapier auszudrucken kann eine gute Idee sein, zum Beispiel um es zu verschenken. Oft bleiben beim Drucken jedoch Ränder, oder das Fotomotiv wird beschnitten. Das Problem: die eigene Kamera hat manchmal ein anderes Seitenverhältnis als das verwendete Fotopapier. Gut, dass man das Foto vorher korrekt zuschneiden kann.
Dazu als erstes das Seitenverhältnis des Papiers ermitteln. Bei einer Kantenlänge von 10 mal 15 Zentimetern ist das zum Beispiel 3:2. Das Foto jetzt im kostenlosen Bildbetrachter IrfanView öffnen. Nun auf „Bearbeiten, Maximierte Markierung erstellen (im Verhältnis:)“ klicken und die soeben ausgerechneten Maße, im Beispiel also 3:2, anklicken.
Steht die Markierung, kann man das Bild per Klick auf „Bearbeiten, Freistellen“ zuschneiden und danach (unter einem neuen Namen) speichern. Jetzt passt das so bearbeitete Foto genau und ohne Kanten auf das Papier.
Profi-Fotografen wissen: Damit ein Motiv richtig zur Geltung kommt, sollte es nicht genau in der Mitte der Bildfläche stehen, sondern im sogenannten Goldenen Schnitt. Ob ein Foto dieser Vorgabe entspricht, lässt sich ohne Rechnen herausfinden. Der kostenlose Bildbetrachter IrfanView macht’s möglich.
Die Funktion steht in IrfanView 4.28 oder höher zur Verfügung.
Dazu ein Bild mit IrfanView laden.
Das Vordergrund-Motiv sollte sich jetzt auf einer oder mehreren der 4 Linien befinden. Im Beispiel ist die Tasse an der rechten Goldenen-Schnitt-Linie justiert.
Schritt-für-Schritt-Anleitungen werden durch Bildschirmfotos anschaulicher. Wer eigene bebilderte Anleitungen erzeugen möchte, kann das kostenlose Foto-Tool “IrfanView” verwenden. Auf Wunsch erzeugt es in regelmäßigen Abständen Bildschirmfotos und mach daraus ein illustriertes Arbeitsprotokoll.
Um mit IrfanView einen Mitschnitt der Bildschirmaktionen anzulegen, den Befehl “Optionen | Fotografieren” aufrufen und die Option “Bildschirm – aktueller Monitor (Maus)” wählen. Die Option “Automatisch nach” aktivieren und das Zeitintervall festlegen, etwa alle fünf Sekunden. Im unteren Teil des Dialogfensters die Option “Automatisch als Datei speichern” wählen und Dateinamen und Zielordner für die Screenshots angeben.
Nach einem Klick auf “Start” geht IrfanView ans Werk und legt im eingestellten Zeitabstand Fotos (Screenshots) des gesamten Bildschirms an. Beendet wird der Mitschnitt mit dem Befehl “Optionen | Fotografieren | Abbrechen”.
Um das Arbeitsprotokoll zu betrachten, den Befehl “Datei | Slideshow” aufrufen, in den Bilderordner wechseln, alle Screenshots markieren und auf “Hinzufügen” klicken. Das Anzeige-Intervall festlegen und mit “Speichern als EXE/SCR” eine ausführbare Diashow-Datei erzeugen.
Um schnell ein Dokument oder Foto einzuscannen, muss man kein schwergewichtiges Bildbearbeitungs-Programm starten. Denn der kostenlose Bildbetrachter IrfanView verfügt ebenfalls über eine Scannen-Funktion.
Dabei spricht IrfanView den Scanner (oder das Multifunktionsgerät) über die Windows-TWAIN- oder WIA-Schnittstelle an. Erkannt wird fast jedes heute verbreitete Gerät. Und so geht’s:
Wichtig: Ist das Bild oder Dokument eingescannt, muss es in IrfanView noch gespeichert werden. Dazu auf „Datei, Speichern unter…“ klicken.
Der kostenlose Bildbetrachter IrfanView kann Bilder nicht nur anzeigen, sondern auch verfremden. Im Menü “Bild | Effekte” stehen rund zehn Spezialeffekte zur Auswahl. Das ist noch nicht alles. Mit einem Trick erweitert IrfanView die Liste auf 37 Effekte.
Für mehr Effekte in IrfanView im Menü “Bild” den Befehl “Effekte | Einstellungen/Vorschau” aufrufen. Im folgenden Dialogfenster zeigt IrfanView die komplette Liste der 37 Spezialeffekte. Interessant sind zum Beispiel die drei “Metallic”-Effekte am Ende der Liste. Damit erhalten Fotos einen Gold- oder Edelstahl-Glanz.
Wer noch mehr Effekte braucht, kann im Bereich “Plugins” der Webseite http://irfanview.de weitere Manipulationsmöglichkeiten herunterladen. Die heruntergeladenen Add-Ons müssen im IrfanView-Ordner abgelegt werden.