Installation von IrfanView und dessen einfache Nutzung zur Bildbetrachtung

Rudi Theisen
01.06.2007

Quelle: WWW.FZ-Juelich.DE/zam/sicherheit/docs/download/freeware.1/irfanview/rth-irfanview.htm

Inhaltsverzeichnis:

  1. IrfanView-Überblick
  2. IrfanView-Installation
  3. Darstellung von Bildern mit IrfanView
        3.1   Start der Dia-Show mit Hilfe der IrfanView-Kommando-Schnittstelle
        3.2   Bilder über das IrfanView-Icon anzeigen
        3.3   Bildanzeige über die Öffnen-Funktion der IrfanView-Bedienoberfläche
        3.4   Start der Dia-Show über die Diashow-Funktion der IrfanView-Bedienoberfläche
  4. Erstellung und Nutzung einer Bild-Anzeigeliste
        4.1   Konventionelle Änderung der Bildreihenfolge über Änderung der Bild-Dateinamen
        4.2   Erstellung, Retten und Wiederverwendung einer Bild-Anzeigeliste
        4.3   Erstellung einer Bild-Anzeigeliste mit Bildern aus verschiedenen Verzeichnissen
        4.4   Erstellung einer relativ adressierten Bild-Anzeigeliste
  5. IrfanView-Nutzung, seine Bedienoberfläche und Menüs
  6. Programm-Dokumentationen und externe Links
        6.1   Mitgelieferte Dokumentationen
        6.2   Externe Links
Motivation:

Diese Anleitung habe ich für einen Urlaubsbekannten erstellt, der sich meine CD mit unseren gemeinsamen Urlaubsbilder unter Windows 98 nur als Einzelbilder anschauen konnte, mit seinem PC aber nicht "verheiratet" ist, sprich: Die Anleitung muß sehr anschaulich sein.

1.  IrfanView-Überblick

Entsprechend der mit installierten   i_about.txt -Datei (s. [D1]) gilt:

2.  IrfanView-Installation

Wie bereits in der Funktions-Übersicht herausgestellt, kann man diese Software dann, wenn man sie einmal bei sich installiert, also quasi ausgepackt hat, auf eine Diskette, auf einen USB-Stick oder auch auf eine Foto-CD kopieren und von dort auf allen anderen Windows-PCs nutzen, ohne sie dort installieren zu müssen. Wer aber noch keine solche "ausgepackte" Programm-Version "geerbt" hat, muss die Software einmal bei sich installieren:
 

Bild 2.1   Start der IrfanView-Installation

Die installierte IrfanView Programm-Version und deren Erstellungsdatum werden angezeigt (s. D). Weiterhin wird man informiert, was bei dieser Version alles geändert und verbessert wurde (s. E - Im Bild ist nur ein kurzer Ausschnitt skizziert; alle Änderungen kann man aber auch in Ruhe in der mitgelieferten Dokumentation nachlesen (s. [D2])).

Anschließend (nach Weiter (s. 5)) könnte man IrfanView als das Standard-Programm zur Darstellung sehr vieler Bild-Formate festlegen. Im foilgenden Bild ist auch hier wegen der Übersichtlichkeit nur ein kurzer Ausschnitt skizziert. Die vollständige Übersicht der von IrfanView unterstützten Formate können Sie sich entweder in Bild 2.7 ansehen oder in der mitgelieferten Dokumentation (s. [D1]) nachlesen.
Solange man IrfanView nicht kennt, empfiehlt es sich, keine Änderungen an den Standard-Programmen vorzunehmen, also sofort   weiter (6) zu gehen.

Da nur das IrfanView-Programm installiert werden sollen, werden die zusätzliche Installation der Google Toolbar für den Internet Explorer (G) und den Google Desktop (H) abgewählt (s. 7 und 8):
 

Bild 2.2   Zweiter Teil der IrfanView-Installation

Das Installations-Verzeichnis wird dann nochmals angezeigt (K) und muss bestätigt werden (s. 10).
Der erfolgreiche Abschluß der Installation wird angezeigt (L).
Anschließend sollen voreingestellt die FAQ, also die häufig gestellten Fragen mit deren Anworten (s. L) angezeigt werden. Das kann man abwählen (s. 11) und die Installation ganz fertigstellen (12).

Für den Fall, dass Sie später dieses Programm doch wieder entfernen wollen, merken Sie sich noch den De-Installations-Hinweis (s. N).
 

Bild 2.3   Abschluß der IrfanView-Installation

Daraufhin werden auf dem Desktop "IrfanView Thumbsnails" (s. O) und das Irfan-Icon (s. Q) eingerichtet. Thumbsnails nennt man die kleine Übersichts-Darstellung aller Bilder eines Verzeichnisses.

Das Irfan-View-Programm wird nun gestartet (s. R). Die Bedien-Oberfläche ist noch schwarz, da noch ein Bild definiert ist, das IrfanView anzeigen soll. Später werden Sie die IrfanView-Bedien-Oberfläche am einfachsten über das IrfanView-Icon (s. 1 im folgenden Bild) aufrufen.
Sie können das Programm natürlich auch über das Programm-Menü starten (s. a bis d):


 

Bild 2.4   Startmöglichkeiten von IrfanView

Über ==> Hilfe ==> Info bekommen Sie - wie bei allen Programmen - Hinweise zur Version und bei IrfanView auch zur Nutzungs-Lizenz (s. A und B):
 

Bild 2.5   IrfanView Info-Angaben

Zum Abschluß der Installtion möchten Sie eventuell auch gerne wissen, was installiert wurde:
 

Bild 2.6   Überblick über die installierten Dateien und Programme

Nachtrag zur Installation:

Bei der Installation wurden folgende Datei-Typen angezeigt, die IrfanView darstellen kann:
 

Bild 2.7   Überblick über alle von IrfanView darstellbaren Bild- und Datei-Formaten

Es ist schon erstaunlich, wieviele Bild- und Datei-Formate IrfanView darstellen kann.

Die rot markierten Datei-Endungen könnte man über die Funktions-Taste "Nur Bilder" immer durch IrfanView darstellen lassen.

3.  Darstellung von Bildern mit IrfanView

3.1   Start der Dia-Show mit Hilfe der IrfanView-Kommando-Schnittstelle

Wenn einer so freundlich war, Ihnen auf der Foto-CD auch noch eine .BAT-Datei zu brennen, mit der Sie eine Dia-Show starten, dann können Sie sich damit die Bilder noch einfacher als über das IrfanView-Icon (s. Kap. 3.2) ansehen. Im folgenden ist der Aufbau einer solchen .BAT-Datei erklärt.

Die Kommando-Schnittstelle (Kommando-Optionen) sind in   i_options.txt   erklärt. Dort werden folgende Beispiele zur Dia-Show gegeben:

Example for slideshow:
  i_view32.exe /slideshow=c:\mypics.txt
  (Note: The file 'c:\mypics.txt' contains, in each line, a name of an image file,
         including the full path OR path relative to "i_view32.exe")
  i_view32.exe /slideshow=c:\images\
  i_view32.exe /slideshow=c:\images\*.jpg
  i_view32.exe /slideshow=c:\images\test*.jpg

Example for closeslideshow:
  i_view32.exe /slideshow=c:\mypics.txt  /closeslideshow
  => IrfanView will be closed after the last image from 'c:\mypics.txt'
Das IrfanView-Programm wird also mit   i_view32.exe gestartet. Damit dieses Programm auch gefunden wird, muss man es mit seinem vollständigen Pfad-Namen aufrufen. Installiert wird es nach   C:\Programme\IrfanView\  , ist also mit   C:\Programme\IrfanView\i_view32.exe   aufrufbar.
Wenn man eine Foto-CD erstellt und dort das komplette IrvanView-Programm z.B. ins Unterverzeichnis   CD:\IrfanView\   kopiert hat, kann man sich ins oberste Verzeichnis der CD eine .bat-Datei legen, die IrfanView von der CD aufruft und es die in einem weiteren Verzeichnis der CD liegenden Bilder anzeigen läßt:
 

Die Option   /slideshow startet die Dia-Show; als Wert ist entweder der vollständige Pfad zu den darzustellenden Bildern (Laufwerksbuchstaben:Pfad-Verzeichnis) oder der relative Pfad zu demjenigen Verzeichnis anzugeben, aus dem das IrfanView-Programm gestartet wird, wo das Programm liegt. Die relative Pfadangabe ist günstig, wenn man eine Foto-CD erstellt, die neben den Fotos auch gleich das IrfanView-Programm enthält.
Bei meinem PC ist das CD-Laufwerk dem Laufwerks-Buchstaben "E" zugeordnet. Mit   /slideshow=E:\06-pflanzen\*.jpg stellt die Dia-Show also alle JPG-Bilder aus meinem CD-Unterverzeichnis "06-pflanzen" dar.

Mit der Option   /closeslideshow wird IrfanView abschließend beendet.

Damit lautet der Aufruf auf meinem PC:

C:\Programme\IrfanView\i_view32.exe /slideshow=E:\06-pflanzen\*.jpg /closeslideshow

Diesen Aufruf könnte man aus dem Ausführen-Menü eingeben:
 

Bild 3.1   Dia-Show aller JPEG-Bilder eines Verzeichnisses per direkter Ausführen-Eingabe

Die Dia-Show kann man mit der Pause-Taste anhalten. Mit erneute Betätigung der Pause-Taste wird die Dia-Show dann fortgesetzt.

Man kann sich aber auch erneut das vorherige Bild ansehen, z.B. mit der linken Maustaste, mit der Pfeil-nach-Links-Taste oder mit der Bild-nach-oben-Taste.

Umgekehrt kann man mit der Leer-Taste oder mit der rechten Maus-Taste oder mit der Pfeil-nach-rechts-Taste oder mit Bild-nach-unten-Taste schneller in der Dia-Show weiterblättern.

Mit der ESC-Taste kann man die Dia-Show vorzeitig beenden.

Einfacher als die direkte Befehls-Eingabe aber ist es, diesen Befehl mit einem Text-Editor, z.B. per   edit in eine .BAT-Datei zu schreiben und dann diese aus dem Explorer per Doppelklick zu starten. Mit   REM kann man sich dort Kommentare notieren, die später bei der Ausführung nur angezeigt werden. Damit kann man sich z.B. in der BAT-Datei eine kleine Bediensanleitung notieren.
Um diese in Ruhe lesen zu können, fügt man einen   PAUSE ein. Die Pause wird durch Betätigung einer beliebigen Taste, im englischen des berühmten "Any-Keys" beendet.

Dann vereinfacht sich der Start einer Dia-Show im wesentlichen auf den Doppelklick auf die betreffende BAT-Datei (2) und die Beendigung der Pause mit einer beliebigen Taste (3):
 

Bild 3.2   Dia-Show aller JPEG-Bilder eines Verzeichnisses per BAT-Datei starten

Zum Abschluß der Dia-Show wird wieder die schwarze DOS-Box angezeigt. Diese muss man leider selber schließen, z.B. über das X-Feld oben rechts (s. 6).

Das folgende Beispiel zeigt eine .BAT-Datei, die im obersten CD-Verzeichnis liegt. Dieses Verzeichnis enthält in   irfanview\programm\IrfanView   das IrfanView-Programm   i_view32.exe   und in   von-rudi\   und   von-stephan\   die .jpg-Bilder. Im   von-stephan\  -Verzeichnis gibt es z.B. die weiteren Unterverzeichnisse   bilder-von-stephan-bearbeitet-von-rudi\  ,   2.wahl-laut-rudi\   und   originale-von-stephan\  ; diese Unterverzeichnis-Struktur ist aber nur für den wichtig, der das Beispiel zu einer Anzeige-Liste verstehen will (s. Kap. 4.4).

Beispiel für eine .BAT-Datei zur Anzeige der in   CD:\von-rudi\   liegenden Bildern:

REM Von der CD aus dem angeg. Verzeichnis
REM alle .jpg-Bilder als Dia-Show anzeigen.
REM Abschliessend wird die Dia-Show beendet.
REM Mit der Pause-Taste Dia-Show anhalten
REM bzw. dannach wieder fortsetzen.
REM Mit Pfeil-nach-links, linker-Maus oder
REM mit Bild-hoch vorheriges Bild zeigen.
REM Zum Schluss die schwarze DOS-BOX mit
REM dem X oben rechts beenden.
pause
irfanview\programm\IrfanView\i_view32.exe /slideshow=..\..\..\von-rudi /closeslideshow
exit
Diese liegt als Textdatei in   docs/diashow-rudis-bilder.bat.txt   bei. Sie können sich diese ja als Muster abspeichern (als Dateiname.bat) und für Ihre Aufgabe anpassen.

Mit der folgenden .BAT-Datei zeigt einem IrfanView die kleinen Vorschau-Bilder des angegebenen Verzeichnisses.   /thumbs   ist die entscheidende Option:

irfanview\programm\IrfanView\i_view32.exe von-rudi /thumbs
exit
Warum aber bei dieser Aufruf-Option der Pfad nicht relativ zu dem gestarteten Programm anzugeben ist, ist mir allerdings unklar geblieben.

Auch diese .BAT-Datei liegt als Textdatei vor in   docs/vorschau-rudis-bilder.bat.txt . Sie können sich diese ja wiederum als Muster abspeichern (als Dateiname.bat) und für Ihre Aufgabe anpassen.

Wenn von einem Unter-Unterverzeichnis die Vorschau erstellt werden soll, kommt die Warnung:

    Verzeichnis1\Unterverzeichnis2\: Kann Dateiheader nicht lesen!
    Unbekanntes Bildformat oder Datei existiert nicht!
Warum diese Warnung kommt, ist ebenfalls unklar. Nach Bestätigung dieser Warnung mit OK wird die Vorschau des betreffenden Unterverzeichnisses ganz normal angezeigt.

3.2   Bilder über das IrfanView-Icon anzeigen

Wenn man IrfanView installiert hat oder die ausgepackte Software hat - die kann auch auf CD oder USB-Stick stehen - und sich im zweiten Fall selbst ein Icon zum i_view32.exe auf seinen Desktop erstellt hat (durch Ziehen mit der Maus und gleichzeitigem Halten der Strg- und Shift-Taste), dann ist wohl die einfachste Art, sich ein Bild mit IrfanView anzusehen, die Bild-Datei aus dem Windows Explorer, den man auf drei verschiedene Arten starten kann (s. 1 bzw. a und b bzw. c), mit der Linken Maus anzuklicken (3) und dann mit gehaltener Linken Maus auf das auf dem Desktop liegende IrfanView-Icon zu ziehen (4). Dann wird IrfanView gestartet und stellt dieses Bild dar:
 

Bild 3.3   Darstellung eines Bildes durch Ziehen auf das IrfanView-Icon
und Überblick über die IrfanView-Bedien-Oberfläche

Steuerungs-Möglichkeiten der Anzeige:

3.3  Bildanzeige über die Öffnen-Funktion der IrfanView-Bedienoberfläche

Es sollen alle Bilder eines Verzeichnisses hintereinander als Dia-Show angezeigt werden.

Diese Aufgabe kann man auch über die Öffnen-Funktion lösen. Statt ein Bild - wie im vorherigen Bild gezeigt - durch Ziehen aus dem Explorer auf das IrfanView-Icon zu öffnen, kann man IrfanView aber auch über dessen Icon starten (1). Dann ist dessen Bedienoberfläche zunächst schwarz, also leer. Wie IrfanView dann selbst empfiehlt (s. A), kann man nun über ==>   Datei ==>   Öffnen (s. 2, 3) oder über die Tastatur-Kombination   Ctrl-O (s. B) ein Öffnen-Menü starten. Dort muss man zunächst die Ziel-Partition und das Ziel-Verzeichnis auswählen (4). Zunächst wird noch kein Vorschau-Bild angezeigt (s. C). Sobald man aber ein Bild anklickt (5), werden dann, wenn die Vorschau-Option nicht abgewählt ist (s.D), dessen Bild unten klein angezeigt (s. F) und daneben eine Reihe von Informationen über dieses Bild aufgelistet (s. G). Mit   Öffnen (6) wird dieses Bild nun in der IrfanView-Arbeitsfläche angezeigt. Hier kann man wiederum über den Höhen- bzw. seitlichen Schieber (s. 7 und 8) den angezeigten Bildausschnitt verschieben:
 

Bild 3.4   Start von IrfanView und Öffnen eines Bildes

Nach dem Start von IrfanView (1) ruft man die Öffnen-Funktion auf (2). Als nächstes ist dort das darzustellende Verzeichnis auszuwählen (s. 3a bis 3f in den folgenden beiden Bildern):
 

Bild 3.5   Start von IrfanView und der Öffnen-Funktion sowie Auswahl des darzustellenden Verzeichnisses

 

Bild 3.6   Fortsetzung der Verzeichnis-Auswahl


 

Bild 3.7   Auswahl des Startbildes und Start der Dia-Show

Mit ESC beendet man den Vollbild-Anzeigemodus und kommt zurück zur IrfanView-Bedienoberfläche. Mit erneutem ESC beendet man IrfanView ganz.

3.4  Start der Dia-Show über die Diashow-Funktion der IrfanView-Bedienoberfläche

Es sollen alle Bilder eines Verzeichnisses hintereinander als Dia-Show angezeigt werden. Diese Aufgabe kann man auch über die Diashow-Funktion lösen.
Nach dem Start von IrfanView (1) ruft man die Diashow-Funktion auf (2). Als nächstes ist dort das darzustellende Verzeichnis auszuwählen (s. 3a bis 3d):
 

Bild 3.8   Start der Diashow-Funktion und Auswahl des anzuzeigenden Verzeichnisses

Vom ausgewählten Verzeichnis werden die Vorschau-Bilder angezeigt (s. B im folgenden Bild). Das linke Feld mit der Anzeige-Liste ist noch leer (s. A).

Mit   Alle hinzufügen (s. 4) werden alle Bilder in der vollständigen Pfad-Notation in aufsteigender Reihenfolge in die Anzeige-Liste eingetragen (s. C).

Man könnte nun noch einige Anzeige-Optionen anpassen. Voreingestellt wird nach 5 s das nächste Bild gezeigt (s. D). Sie sollten zunächst einmal mit diesen Voreinstellungen beginnen. Verfeinerungen können Sie ja dann selbst ausprobieren. Beim Austesten der Dia-Show aber wird man eventuell mit ganz kurzen Zeit-Abständen arbeiten.

Mit   Start (s. 5) werden nun die Bilder im Voll-Bild-Modus entsprechend der Reihenfolge angezeigt, in der sie in der Anzeige-Liste eingetragen sind:
 

Bild 3.9   Alle Bilder in die Dia-Show-Liste übernehmen und die Dia-Show starten

Hinweis: Im vorherigen Bild ist das nun im Vollbild-Modus angezeigte erste Bild durch den kleinen Ausschnitt angedeutet.

Das letzte Bild der Dia-Show bleibt stehen. Mit ESC kommen Sie wieder in das Diashow-Menü zurück.

Wenn Sie IrfanView beenden und später erneut starten, ist Ihre zuletzt erstellte Anzeige-Liste wieder aktiviert.

Sie können sich die aktuelle Anzeige-Liste aber auch in eine Datei retten und später dann eine der geretteten Listen wieder laden (s. Kap. 4.2).

4.  Erstellung und Nutzung einer Bild-Anzeigeliste

4.1  Konventionelle Änderung der Bildreihenfolge über Änderung der Bild-Dateinamen

Normale Bild-Anzeige-Programme wie die " Windows Bild- und Faxanzeige" (ab Win-XP) stellen die Bilder eines Verzeichnisses so dar, wie dieses gerade im Explorer angezeigt werden. Wenn Sie die Bilder dort gerade nach aufsteigendem Datum sortiert haben und dann dort ein Bild per Doppelklick öffnen, so wird nach diesem Bild als nächstes dasjenige Bild angezeigt, das auch in der aktuellen Explorer-Darstellung folgte. Wenn Sie die Bilder z.B. nach Größe sortiert hätten, dann würde die Bilder nach der Größen-Reihenfolge des Explorers angezeigt, was natürlich keinen Sinn macht.
Normalerweise hat man die Bilder aber in aufsteigender alphabetischer Reihenfolge sortiert. Digitale Kameras nummerieren die einzelnen Bilder aufsteigend. Oft füge ich hinter die Bild-Nummer die dargestellten Personen an. Wenn man später aber die Bild-Anzeige-Liste von IrfanView verwenden möchte (s. Kap. 4.2 ff), dürfen die Datei-Namen aber nur ca. 32 Buchstaben lang sein.

Wenn man sich mit der "Windows Bild- und Faxanzeige" ein Bild in einer anderen Reihenfolge anzeigen lassen will, muss man dessen Datei-Namen so ändern, dass er entsprechend der alphabetischen Reihenfolge hinter das gewünschte Vorgänger-Bild kommt. Ich füge dazu gerne hinter der Datei-Nummer einen Buchstaben an. Bild "4711a" wird z.B. hinter Bild "4711" angezeigt.

Die Bildreihenfolge durch Änderung der Datei-Namen zu ändern, hat zwar den Vorteil, dass jeder ab Win-XP direkt mit der "Windows Bild- und Faxanzeige" die Bilder in der Reihenfolge angezeigt bekommt, die der Fotograf vorgegeben hat. Nachteilig aber ist zum einen der hohen Aufwand, die Bild-Dateinamen zu ändern, und zum anderen, dass man die Bild-Reihenfolge dann nicht mehr ohne noch aufwendigeres Kopieren, Löschen und Namens-Änderungen mal für einen bestimmten Zuschauerkreis anpassen kann. Das erlaubt z.B. IrfanView mit Bild-Anzeigelisten. Dadurch, dass man IrfanView ohne Installation nutzen kann, kann man es z.B. mit auf eine Foto-CD kopieren und dazu eine Bild-Anzeigeliste mit auf die CD brennen, mit der jeder Windows-Benutzer (auch unter Windows ME oder 98) die Bilder auch aus verschieden Verzeichnissen in einer vom Ersteller der Foto-CD vordefinierten Bild-Reihenfolge angezeigt bekommt. Wer will, kann ja mehrere Bild-Anzeigelisten für verschiedene Zuschauer-Kreise verwenden. Wie das geht, wird in den nächsten Unterkapiteln schrittweise gezeigt.

4.2  Erstellung, Retten und Wiederverwendung einer Bild-Anzeigeliste

In Kap. 3.4, insbesondere in   Bild 3.9 wurde bereits die Erstellung eine ganz einfache Bild-Anzeige-Liste vorgestellt. Diese enthielte   alle Bilder eines Verzeichnisses. Im folgenden wird eine ganz einfache Anzeige-Liste erstellt. Als erstes ist die vorherige Anzeige-Liste zu löschen (1). Dann kann man in der Übersichtsliste ein oder wie in diesem Beispiel zwei Bilder mit der Maus anklicken (s. 2a und 2b). Mehrere Bilder wählt man aus, indem man die Strl- bzw. Ctrl-Taste hält.
Mit   Hinzufüg (s. 3) fügt man diese Bilder zu der Anzeigeliste hinzu (s. C), die bei diesem Beispiel anfangs leer gemacht worden war (s. 1).
Jetzt könnte man weiter Bilder anklicken, auch aus anderen Verzeichnissen (s.   Kap. 4.3), und zu dieser Anzeige-Liste hinzufügen.
Mit Start könnte man die Anzeige-Liste kontrollieren, sich also die Bilder in der dort notierten Reihenfolge anzeigen lassen.
Die Bildreihenfolge könnte man ändern, indem man ein Bild in der Anzeige-Liste anklickt und mit den im folgenden Bild leider verdeckten Rauf- bzw- Runter-Tasten (s. vorheriges Bild) innerhalb der Liste verschiebt.
Man kann aber auch Bilder wieder aus der Anzeige-Liste durch Markieren mit der Maus und mit der Entfernen-Schaltfläche löschen.
Hier soll statt dessen das Retten der Anzeige-Liste in eine Datei gezeigt werden (s. 4). Voreingestellt ist dann das "Eigene Dateien"-Verzeichnis angewählt (im Bild nicht mehr zu sehen). Das Ziel-Verzeichnis ist anzuwählen (s. 5) und der Listen-Dateiname einzugeben (s. 6). Der Datei-Typ ".txt" braucht nicht eingegeben zu werden; falls er fehlt, wird der beim Speichern (7) automatisch ergänzt:
 

Bild 4.1   Anzeige-Liste erstellen und in eine Datei retten

Wie die Kontrolle mit einem Editor zeigt, ist die Anzeige-Liste ein reiner ASCII-Text und enthält in der von IrfanView erzeugten Notation immer den vollständigen Pfad. In   Kap. 4.4 werden wir sehen, dass man die anzuzeigenden Bilder auch relativ zu demjenigen Verzeichnis angeben kann, aus dem das IrfanView-Programm (i_view32.exe) gestartet wird. Die relative Adressierung ist dann interessant, wenn man z.B. eine Foto-CD erstellen möchte, die neben den Bildern auch das IrfanView-Programm enthält, das man ja auch ohne Installation nutzen kann.

Um nachher die Wiederverwendung einer früher geretteten Anzeige-Liste einfacher zeigen zu können, wird gleich noch eine zweite Anzeige-Liste erstellt:
 

Bild 4.2   Erstellung einer zweiten einfachen Anzeige-Liste

Die zweite Anzeige-Liste enthält drei Bilder (s. 2 bzw. A, 4 bzw. C und 6 bzw. E) aus dem gleichen Verzeichnis. Da ich die Freunde nicht um Erlaubnis fragen wollte, habe ich die aus Datenschutz-Gründen geschwärzt.
Diese Liste wird nun ebenfalls ins gleiche Zielverzeichnis (s. 9) gerettet (s. 8 bis 11 im folgenden Bild):
 

Bild 4.3   Retten der zweiten Anzeige-Liste

Man erkennt noch im oberen Bild (s. F), dass diese zweite Liste drei Bilder enthält.

Anzeige-Listen zu erstellen und zu retten macht man ja nur, um die später wiederverwenden zu können (s. 1 bis 4 im folgenden Bild):
 

Bild 4.4   Verwendung der ersten Anzeige-Liste

Man sieht, dass die vorher aktuellen Anzeige-Liste (s. A) gegen die geladene ausgetauscht wurde (s. B).
An der aktuell angezeigten Auswahl-Liste ändert sich dadurch aber nichts (s. C).

4.3  Erstellung einer Bild-Anzeigeliste mit Bildern aus verschiedenen Verzeichnissen

Von IrfanView mit Hilfe der Dia-Show erstellte Anzeigen-Listen enthalten immer den vollständigen Pfad zu den Bildern. Dadurch kann die Anzeige-Liste ohne weiteres Bilder aus verschiedenen Verzeichnissen, ja aus verschiedenen Partitionen enthalten. Im folgenden wird zunächst die bisher erstellte Anzeige-Liste gelöscht (s. 1 und A als Ergebnis). Als erstes wird wie im vorherigen Abschnitt aus dem aktuellen Verzeichnis (s. 2) ein Bild durch Anklicken mit der Maus ausgewählt (3) und mit Hinzufügen (4) in die Anzeige-Liste eingetragen (s. B).

Das Bild zeigt, dass man jederzeit in ein anderes Verzeichnis mit Bildern wechseln kann (s. 5 bis 7). Dort wird dann wieder wie bisher ein Bild markiert (8) und zur aktuellen Anzeige-Liste hinzugefügt (s. 9 und C als Ergebnis):
 

Bild 4.5   Erstellung einer Anzeige-Liste mit Bildern aus verschiedenen Verzeichnissen

Man sieht deutlich (s. C), dass die Anzeige-Liste nun Bilder aus verschiedenen Verzeichnissen enthält. Nun könnte man mit Start mal diese Liste ausprobieren oder auch Bilder aus einem weiteren Verzeichnis (s. 10 bis 13 im folgenden Bild) hinzufügen (s. 14, 15 und D als Ergebnis):
 

Bild 4.6   Ergänzung der Anzeige-Liste um ein Bild aus einem dritten Verzeichnis

Die Anzeige-Liste (s. D) besteht nun aus drei Bildern aus drei ganz unterschiedlichen Verzeichnissen.

Wenn man denkt, die Anzeige-Liste fertig zusammengestellt zu haben, wird man sie mal mit Start ausprobieren (s. 16), eventuell mit der Rauf- bzw. Runter-Funktion (s. 17) die Reihenfolge ändern oder auch einzelne Bilder wieder aus der Liste löschen (s. 18), bevor man sie retten (s. 19).

4.4  Erstellung einer relativ adressierten Bild-Anzeigeliste

Die von IrfanView erstellten Anzeigen-Listen enthalten immer von jedem Bild dessen vollständigen Pfad. Das hat den Nachteil, dass man dann, wenn man Bilder per CD verteilt, diese nicht so adressieren kann, da bei dem einen die CD dem Laufwerks-Buchstaben D und bei dem anderen einem höheren Buchstaben zugeordnet ist. Dafür sind relative Adressierungen hilfreich. Da IrfanView auch ohne Installation genutzt werden kann, kann man dieses Programm mit auf die CD brennen. Die Anzeige-Liste muss die Bilder nun relativ zu dem Verzeichnis adressieren, in dem das IrfanView-Programm liegt. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen.
Das Programm   i_view32.exe liegt auf den von mir erstellten CDs im Verzeichnis   CD:\irfanView\programm\IrfanView\. Direkt im obersten CD-Verzeichnis lägen die Verzeichnisse   CD:\dorothea\ und  CD:\rudi\ mit deren Bildern. Dann werden die Bilder in der Anzeige-Liste relativ adressiert mit
   ..\..\..\dorothea\bild123
   ..\..\..\rudi\bild987
Man kann sich die Anzeige-Liste mit IrfanView ganz konventionell wie in den vorherigen Abschnitten beschrieben erstellen und ausprobieren. Wenn diese Liste fertig ist, wird man die dort notierten vollständigen Pfad-Angaben mit dem Editor seiner Wahl, z.B. Nodepad, in die oben skizzierte Kurzform bringen. Diese Liste lege ich üblicherweise ins oberste CD-Verzeichnis.

Damit der Empfänger einer solchen CD, der noch nie etwas von IrfanView gehört hat, sich möglichst einfach die Bilder entsprechend dieser Anzeige-Liste mit IrfanView anzeigen lassen kann, lege ich dann noch folgende .BAT-Datei ins oberste CD-Verzeichnis:

REM Von der CD aus dem angeg. Verzeichnis
REM alle .jpg-Bilder als Dia-Show anzeigen.
REM Abschliessend wird die Dia-Show beendet.
REM Mit der Pause-Taste Dia-Show anhalten
REM bzw. dannach wieder fortsetzen.
REM Mit Pfeil-nach-links, linker-Maus oder
REM mit Bild-hoch vorheriges Bild zeigen.
REM Zum Schluss die schwarze DOS-BOX mit
REM dem X oben rechts beenden.
Pause
irfanview\programm\IrfanView\i_view32.exe /slideshow=..\..\..\liste1.txt /closeslideshow
exit
Die Kommentare geben dem Benutzer ein kurze IrfanView-Bedienungs-Anleitung. Damit der Benutzer diese auch lesen kann, ist die Pause-Anweisung eingefügt. Nachdem der Benutzer die mit der ENTER-Taste bestätigt hat, zeigt IrfanView die Bilder in der Reihenfolge an, die in der Anzeige-Liste (hier: liste1.txt im obersten CD-Verzeichnis) festgelegt ist. Wenn alle Bilder angezeigt wurde, schließt IrfanView sich aufgrund des Parameters   /closeslideshow) selbst.

5.  IrfanView-Nutzung, seine Bedienoberfläche und Menüs

Die folgenden Bilder sollen Ihnen helfen, sich schon mal in den vielen Menüs von IrfanView umzusehen und dadurch eine Vorstellung von den vielen, vielen Möglichkeiten dieses Programms zu bekommen. Wenn Sie dadurch angeregt werden, selbst das ein oder andere auszuprobieren, dann haben sich diese Bilder schon gelohnt.
 

Bild 5.1   Hinweise zum IrfanView Ansicht-Menü

Die übrigen Menüs brauchen Sie nicht auswendig zulernen, aber eventuell hilft Ihnen die folgende Übersicht über alle IrfanView-Menüs wenigstens zu erahnen, was IrfanView noch alles kann außer Bilder eines Verzeichnisses hintereinander, als Dia-Show zu zeigen, und eventuell macht Sie diese Übersicht neugierig, selbst mal das ein oder andere auszuprobieren, zu sehen, was sich den hinter den einzelnen Punkten verbirgt:
 

Bild 5.2   Die IrfanView-Menüs

6.  Programm-Dokumentationen und externe Links

6.1  Mitgelieferte Dokumentationen

[D1]   Was kann IrfanView?

[D2]   Welchen neuen Funktionen wurden mit welcher Programm-Version implementiert?

[D3]   Woher bekommt man eine andere Bedienungs-Sprache und wie aktiviert man diese? (Deutsch ist voreingestellt.)

[D4]   Mit welchen Optionen kann man IrfanView direkt aufrufen? (Mit vielen Beispielen)

[D5]   Wie kann man weitere Zusatz-Funktionen (PlugIns) installieren?

6.2  Externe Links

[1]   IrfanView Homepage     (http://www.irfanview.com)

[2]   IrfanView Plugins     (http://www.irfanview.com/plugins.htm)
        Das Microsoft Media Player - Plugin unterstützt die Formate ASF, AU/SND/AIF, AVI, MID/RMI, MOV, MP3, MPG/MPEG, WAV, WMA, WMV
        und das Apple QuickTime - PlugIn MOV, QTIF, Mac PICT, FLI/FLC.

[3]   Weitere Netz-Adressen:
        http://www.irfanview.net,
        http://irfanview.tuwien.ac.at   und
        http://www.irfanview.com.

[4]     Import von Kamera-Bilder
    http://WWW.FZ-Juelich.DE/zam/sicherheit/docs/win/inf-xp/xp-bilder-import-rth.htm